Zeithorizonte

Der Langfristige

Stellen Sie sich vor, daß Sie es lieben, ungestört vor sich hinzuarbeiten und erst mit dem fertigen Ergebnissen nach außen zu treten. Zwischenergebnisse sind ihnen erst einmal nicht so wichtig, sie haben von Anfang an das Gesamtergebnis im Kopf, egal wann sie es erreichen müssen.

Sie haben  jedoch einen Chef, der alle Stunde bei Ihnen im Büro steht und fragt, wie es um das Projekt steht. Gleichzeitig weist er Sie in Ihrem Rohentwurf auf Kommafehler hin und hat lauter Ideen, was sie noch ändern sollten. Was wird passieren? Sie kommen wahrscheinlich total aus dem Konzept, ihre Arbeit verzögert sich und Sie bekommen wahrscheinlich zusätzlich ein mieses Gefühl, wenn Sie an Ihren Chef auch nur denken. Auf Dauer wird Ihre Motivation sinken und Ihre Leistung verschlechtert sich.

Literaturtipps

Mythos Motivation: Wege aus einer Sackgasse
Motivation und Persönlichkeit

Der Kurzfristige

Das gegenteilige Verhaltensmuster sind Mitarbeiter, die in kurzen Zeithorizonte denken. Wenn Sie ihnen eine Aufgabe geben, die ein halbes Jahr dauert, werden solche Mitarbeiter verzweifeln. Sie können überhaupt nicht in solch langen Fristen denken und verfallen sofort in ein Motivationsloch, wenn sie eine solche Aufgabe erhalten.

Hier ist vielmehr notwendig, diesen Mitarbeitern sehr kurzfristige Projekte zu geben, Projekte in viele kleine Schritte zu unterteilen oder diese Mitarbeiter zumindest oft zu sprechen und eng zu führen. Dann werden sie hoch motiviert und mit guten Ergebnissen arbeiten können.