Wichtige Motivationsfaktoren

Jeder motiviert sich anders

Menschen können sich nur selbst motivieren und jeder Mensch benötigt dabei andere Motivationsfaktoren. Motivation im Unternehmen bedeutet daher, dass eine Führungskraft die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter so gestalten muss, dass möglichst viele Motivationsfaktoren angesprochen werden. Hier zeigen wir vier wichtige Motivationsfaktoren auf, mit denen bereits sehr viele Menschen angesprochen werden können.

Geld

Der echte “Geldmensch” ist nicht sehr häufig, aber es gibt ihn. Als Führungskraft erkennen Sie ihn daran, dass er oft über Geld oder verwandte Themen redet. “Schnäppchen”, “Sparen” oder “günstige Gelegenheiten” finden sich oft in seinem Sprachschatz. Beim Einkauf handelt er oft und freut sich sehr über Preisnachlässe. Dagobert Duck ist seine Entsprechung in der Comic Welt.

Doch nicht jeder, der eine Gehaltserhöhung fordert, ist ein Geldmensch. Daher muss man man die Motive seiner Mitarbeiter vorsichtig erkunden. Der Geldmensch ist jedoch der, der die Gehaltserhöhung so lange fordert, bis er sie auch bekommt. Andere Motivtypen geben sich vielleicht auch mit einem bessern Büro, mehr Verantwortung oder einem größeren Dienstwagen zufrieden.

Annerkennung

Die Anerkennung ist ein sehr starkes Motiv von Mitarbeitern, welches eine Führungskraft gut kennen und nutzen sollte. Ein Anerkennungs-Mensch ist motiviert, wenn seine Leistung honoriert wird. Das beginnt im kleinen. Ein lobendes Wort vom Chef zwischendurch reicht aus, damit er oder sie sich wirklich ins Zeug legt. Bei größeren Leistungen ist dem Anerkennungsmensch ein lobendes Wort vom CEO, eine Erwähnung auf der Betriebsversammlung oder ein Artikel in der Firmenzeitung oft viel mehr wert als ein einmaliger Bonus, an dem zudem auch das Finanzamt mitverdient. Der Anerkennungsmensch verkümmert am Arbeitsplatz sehr schnell, wenn er seine Anerkennung nicht bekommt.

Motivieren durch Anerkennung

Motivation von Mitarbeitern durch Anerkennung

Karriere und Mitbestimmung

Karriere und Mitbestimmung sind ein weiterer wichtiger Motivationsfaktor. Für manche Menschen definiert sich beruflicher Erfolg darin, wie viele Menschen man führt oder welche Position im Unternehmen man erreicht hat. Wenn Sie als Leser selbst Führungskraft sind, erkennen Sie sich darin vielleicht wieder. Dieser Faktor ist sehr wichtig, entstammen aus ihm doch die Menschen, die führen und ein Unternehmen voranbringen und zusammenhalten können. Daher sollten Sie als Führungskraft besonders auf Mitarbeiter achten, die diesem Motivator entsprechen. Denn aus diesen Pool schöpfen Unternehmen, wenn Sie eigene Führungskräfte heranziehen.

Naturgemäss gibt es mit diesem Typus schnell Probleme, weil er oder sie sich keinesfalls scheut, den Chef auch überflügeln zu wollen. Souveräne Führungskräfte fördern solche Mitarbeiter und reichen sie als Talente rechtzeitig nach oben weiter, unsichere Führungskräfte mobben sie oft weg. Solche Menschen gehen dem Unternehmen dann leicht verloren, was oft einen wirklichen Verlust darstellt. Oder aber sie stellen sich der Auseinandersetzung und bestehen diese oft auch siegreich.

Der Karrieretyp ist leicht mit dem Geldtyp zu verwechseln, weil sich Status im Unternehmen oft über das Gehalt ausdrückt. Wenn ein Topmanager jedoch zum Beispiel ein Drittel seiner Abfindung einem wohltätigen Zweck spendet, ist das niemals ein Geldtyp, sondern ein Karrieretyp. Denn die Höhe des gespendeten Geldes sagt viel über den Status des Spenders aus.

Literaturtipps

Motivationspsychologie kompakt
Motivationstraining am Beispiel des Zielsetzungstrainings

Selbstbestimmung

Der letzte wichtige Typus in dieser Reihe ist der Selbstbestimmungs-Mensch. In seiner reinen Ausprägung ist er selten in großen Unternehmen zu finden. Sein typischer Platz ist in der Selbständigkeit oder in einem sehr kleinen Unternehmen. Der Selbstbestimmungs-Mensch will selbst gestalten. Ihm ist wichtig, dass er über sein Büro, seine Arbeitszeit, seine Projekte und sein Team selbst entscheiden kann. Wenn er diese Freiheiten erhält, wird er sehr gute Arbeit leisten. Eingezwängt in das enge Führungskorsett einer Führungskraft, die nicht delegieren kann, wird er oder sie sehr schnell demotiviert.

Leider passen solche Menschen oft nicht in die engen Abläufe vieler Unternehmen. Aus diesem Grund gehen sie oft freiwillig, bis sie einen Arbeitsplatz finden, der ihrem Freiheitsgefühl entgegenkommt.