Innere Motivation

Motivation geht nur durch sich selbst

“Motivation kommt von innen”. Dieser Satz wird von Motivationstrainern gerne in den Mund genommen. Doch was sagt er eigentlich aus? In ihm liegt die wichtigste Botschaft für Führungskräfte überhaupt verborgen. Als Führungskraft können Sie einen Menschen streng genommen nämlich gar nicht motivieren.

Denn motivieren kann man sich nur selbst. Motivation bedeutet in Wirklichkeit, dass ein einzelner Mitarbeiter innerlich umschalten muss auf “ich bin motiviert”. Nur dann wird er leistungsbereit sein und einen guten Job machen. Wenn er diesen inneren Schalter nicht betätigt, wird er weiterhin demotiviert sein.

Arbeitsbedingungen müssen passen

Als Führungskraft können Sie nur versuchen, die äußeren Bedingungen so zu gestalten, dass diese mit den inneren Motivatoren eines Mitarbeiters übereinstimmen. Erst dann wird er motiviert werden. Doch das Problem dabei ist, dass jeder Mitarbeiter auf andere Motivationsfaktoren anspricht. So sagen Sie zum Beispiel: “Kollegen, es gibt gerade sehr viel Mehrarbeit. Wenn wir die bis in einem halben Jahr geschafft haben, gibt es einen dicken Bonus von der Geschäftsleitung!” und erwarten, dass sich jetzt alle doppelt ins Zeug legen. Doch weit gefehlt. Nur ein Teil des Teams wird ranklotzen. Die anderen machen weiter wie bisher oder fallen sogar in der Leistung ab. Warum?

Gehalt ist nicht alles

In diesem Fall sind zwei Gründe ausschlaggeben für Ihrem Motivationsmißerfolg. Zum einen ist es die angekündtigte Belohnung. So paradox es klingt, Geld ist vielen Menschen nicht besonders wichtig. Natürlich arbeiten wir vordergründig für Geld. Klar, Geld ist auch Mittel zum Zweck und ermöglicht uns, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Aber eben nur als Mittel zum Zweck. Doch viele Menschen hätten lieber mehr Freizeit oder ein besseres Betriebsklima und würden dafür vielleicht sogar auf einen Bonus verzichten. Diese Menschen sind sogar in der Mehrheit.

Der zweite Grund ist der lange Zeithorizont. Viele Menschen denken eher kurzfristig. Ein halbes Jahr ist ihnen zu lange hin. Sie können sich nicht vorstellen, was ein Bonus in sechs Monaten bedeutet. Sie wären beispielsweise gut zu motivieren, wenn Sie ihnen in drei Tagen einen netten Insentiv-Abend auf Kosten des Unternehmens anbieten würden.

Doch was tun? Wenn jeder Mitarbeiter ein eigenes Motiviationsprofile hat, müssen Sie als Führungskraft jeden Mitarbeiter anders motivieren, werden Sie mit Erschrecken denken? Richtig. So ist es. Und genau deshalb sind derzeit so wenige Mitarbeiter in deutschen Unternehmen motiviert, sich für ihr Unternehmen richtig einzusetzen. Sie werden entweder pauschal, oder schlimmer noch, überhaupt nicht motiviert.

Lesen Sie in weiteren Beiträgen, wie Sie als Führungskraft richtig motivieren.

Literaturtipps

Motivieren - Delegieren - Kritisieren: Die Erfolgsfaktoren der Führungskraft
Den Flasschengeist entkorken – Mitarbeiter Motivieren: Wie Sie die Kräfte Ihrer Belegschaft entfesseln