Loyalität im Unternehmen

Zwischen den Stühlen

Als Führungskraft sitzt man auf verschiedenen Stühlen. Zuerst ist man dem eigenen Management und deren Interessen verpflichtet. Die eigene Führungskraft verlangt in aller Regel unbedingte Loyalität gegenüber dem Unternehmen und ihr selbst.

An zweiter Stelle steht die Loyalität gegenüber den eigenen Mitarbeitern. Diese erwarten vom Chef, dass er sie gut nach oben vertritt und dort ihre Interessen durchsetzt. Doch was tun, wenn ein Team sehr gut arbeitet und dann von oben die Anordnung kommt, Kosten einzusparen. Die Führungskraft sieht sich auf einmal einen Loyalitätskonflikt ausgesetzt.

Führen auf allen Ebenen

Aber auch gegenüber anderen Teams oder Abteilungen kann es zu Konflikten kommen. Hier muss die Führungskraft einerseits ihr eigenes Team verteidigen oder in Schutz nehmen, andererseits aber auch das Gesamtinteresse des Unternehmens im Auge behalten. Auch das führt schnell zu Konflikten.

Eine weitere Quelle von Konflikten stellen die eigenen Interessen dar. Eine Führungskraft dient zwar dem Unternehmen, hat aber auch eigene Ziele hinsichtlich Karriereplanung oder Gehaltsvorstellungen. Was, wenn der Leiter der sehr erfolgreichen Nachbarabteilung den eigenen Zielen im Weg steht. Oder wenn der Weg nach oben nur auf Kosten des eigenen Teams funktioniert?

Den Balanceakt bestehen

Diesen Balanceakt ständiger Loyalitätskonflikte erfolgreich zu bestehen, zeichnet eine erfolgreiche Führungskraft aus. Dabei geht es sowohl darum, operativ mit seinem Team oder seiner Abteilung erfolgreich zu sein, als sich auch den Weg nach oben zu öffnen und gute Kontakte in die Geschäftsleitung aufzubauen.

Literaturtipps

Corporate-Governance-Management: Theorie und Praxis der guten Unternehmensführung
Die richtige Corporate Governance: Mit wirksamer Unternehmensaufsicht Komplexität meistern