Die Gehaltsfrage

Hürde Gehaltsfrage

Viele Gespräche laufen locker bis zur berühmten Frage: „Und, was stellen Sie sich denn bei uns für ein Gehalt vor?“. Auf einmal wird es schwierig. Was sagen, um keine Chancen zu vertun und dennoch finanziell gut aus dem Gespräch zu kommen.

Um Ihnen den Umgang mit diesem Thema leichter zu machen, möchten ich Ihnen einige Fragen stellen, die Ihnen helfen, sich mit dem Thema Gehaltsverhandlung anzufreunden. Die Fragen lauten:

• Was, glauben Sie, sind Sie wert? War Ihr altes Gehalt ausreichend, oder verdienen Sie mehr? Können Sie auch mehr leisten?

• Sie sind Führungskraft und bewerben sich auf eine anspruchsvollere Stelle. Welche Persönlichkeit wünscht sich Ihr zukünftiger Chef oder der vor Ihnen sitzende Personaler? Eine Person, die durchsetzen und fordern kann? Oder jemand, dem es peinlich ist, über seinen Wert zu reden?

• Warum arbeiten Sie? Mit welcher Motivation opfern Sie jede Woche 40, 50 oder mehr Stunden einem Arbeitgeber, den Sie manchmal noch nicht einmal persönlich kennen. Klar, Selbstbestätigung, Erfüllung, gesellschaftliches Ansehen, ein schönes Büro sind schöne Dinge. Doch, seien wir mal ehrlich, Geld ist auch wichtig. Selbst wenn Sie es nur als Mittel sehen, um damit schöne Dinge zu machen.

Gehalt verhandeln

Abschluss einer erfolgreichen Gehaltsverhandlung

Kennen Sie Ihren Marktwert

Zurück zum Gehaltsgespräch. Treten Sie hier selbstbewusst auf und verlangen Sie, was Sie für angemessen halten. Gerade wenn Sie den Sprung von einem Unternehmen zum anderen wagen, sollte auch finanziell ein guter Sprung dabei sein. Innerhalb eines Unternehmens sind große Gehaltssprünge oft schwieriger, ist auch machbar. Natürlich sollten Sie keine utopische Zahl nennen und realistisch bleiben.

Es ist auch wichtig, den Markt und seinen eigenen Marktwert zu kennen oder abschätzen zu können. Bleiben Sie stets im oberen Bereich Ihrer Möglichkeiten. Im Zweifel sehen Sie an der Reaktion Ihres Gesprächspartners, wie wichtig Sie wirklich für das Unternehmen sind. Doch wenn Sie wirklich für eine Stelle gebraucht werden oder richtig erscheinen, wird es gerade in einem großen Konzern an ein paar Tausend Euro mehr Jahresgehalt nicht scheitern.

Literaturtipps

Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler Wintersemester 2010/2011: Das Karriere-Handbuch für Absolventen. Themenschwerpunkte in disem Band: Gehälter, Bewerbung, Weiterbildung
Löhne und Gehälter in Deutschland: Ihre Entwicklung in Wirtschaft und Staat von 1960-2000 (Schriften zur Unternehmensentwicklung)